Donnerstag, 11. Juni 2015

Meine "Praktikumssuche"

Heute wie versprochen der Eintrag dazu, wie ich mein Praktikum fand.
Nochmal als Disclaimer vorweg für alle AWSler, die das hier lesen... das ist nicht beispielhaft... macht es nicht so wie ich XD

Ich hatte mir im Sommer vor Japan ein Profil bei Kopra.org angelegt, auf dem ich unter anderem auch geschrieben hatte, dass ich ab März 2015 ein Praktikum in Japan suche. 
Da ich recht spät im Vergleich zu meinen Kommilitonen nach Japan geflogen war, musste ich schon zügig mit der Suche anfangen - in der Theorie...

In der Praxis war ich super faul. Vor allem im Oktober war alles so neu und aufregend, dass ich keine Minute daran verschwendet habe, mich um das Praktikum zu kümmern. 
Im November dann die Erkenntnis, dass ich doch mal Bewerbungen schreiben sollte... aber ich war immer noch zu faul um aktiv tätig zu werden.

Und dann... kam eine Mail von Kopra... in meinem Spamordner. Ich hatte sie quasi schon gelöscht, als ich aus dem Augenwinkel gesehen hatte, dass dort irgendetwas mit "Anfrage..." stand... ich also meinen Mailpapierkorb durchforstet und tatsächlich.

Eine Mail von Herrn Stein, dem Vizepräsidenten von Volkswagen Japan.
Und die Frage seinerseits, ob ich immer noch Interesse an einem Praktikumsplatz hätte, VW hätte zurzeit welche im Angebot.

Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich danach im Dreieck gesprungen bin.
*hier Jubelstürme einfügen*

Die Mail war schon eine Woche alt (wer wühlt sich denn auch durch seinen Spamordner!!) und ich habe nachts um 1 Uhr noch zurückgeschrieben, ob das Angebot noch aktuell wäre. Und bekam prompt eine Mail, dass ich meinen englischen Lebenslauf, sowie ein englisches und japanisches Anschreiben zu ihm schicken solle.


Da mir sowas relativ leicht fällt (ganz objektiv betrachtet), war eine Woche später alles fertig, selbst das grausige japanische Anschreiben. Natürlich habe ich einen Freund grob drüber schauen lassen, um Rechtschreib- und Grammatikfehler zu beseitigen. Aber alles so, dass es immer noch nach meinem Japanisch Level klingt.

Bewerbung abgeschickt, ein paar Tage gewartet, dann kam die Einladung zu einem telefonischen Bewerbungsgespräch. Das Ganze ein paar Tage später per Skype abgehandelt und dann bekam ich gleich die Zusage, dass ich am 1. März bei VW Japan in der Parts-Logistics Abteilung angefangen kann.

Also zusammenfassend... ich habe nicht wirklich gesucht, habe eine Bewerbung geschrieben und es hat geklappt. Aber das ist wirklich Glück und eine Ausnahme gewesen ^^ Daher nicht darauf hoffen, dass das bei euch auch so klappt :P 
(auch wenn ich es jedem gönnen würde!)

Die nächsten Einträge dann ein bisschen vom Umzug nach Toyohashi, das Einleben hier und die Arbeit ^^

Mittwoch, 10. Juni 2015

Wie finde ich ein Praktikum in Japan?

Nach den ganzen Reiseberichten in letzter Zeit, kommen wir mal wieder auf das ursprüngliche Thema des Blogs zurück: Das Japanisch-Studium.

Im Falle von AWS heißt das, dass ihr in eurem Auslandsjahr ein Pflichtpraktikum machen müsst. Und das ist manchmal gar nicht so einfach, denn die Japaner kennen die Praktikumskultur, wie wir sie in Deutschland haben nicht. Hier heißt Praktikum oftmals "2 Wochen die Firma angucken". Was ihr aber braucht ist 6 Monate arbeiten.

Also kommen wir zum ersten wichtigen Teil: Der Frage "Was will ich eigentlich?"

Ich hatte zu Beginn des Blogs schon mal geschrieben, dass ihr euch später für einen von 4 Schwerpunkten entscheiden müsst. Marketing, Personalmanagement, Controlling oder Logistik. 
Optimalerweise wisst ihr zu Beginn eures Auslandsjahres auch schon, auf was ihr euch spezialisieren wollt. Denn in einer Bewerbung müsst ihr reinschreiben, in welchem Bereich ihr arbeiten wollt. Möglichst sollte das der sein, wo ihr am meisten Interesse dran habt. Dass Praktikumssuche natürlich kein reines Wunschkonzert ist, weiß jeder. Trotzdem ist es wichtig zu wissen, was man will.

Gut, ihr wisst, was ihr wollt? Dann müsst ihr noch wissen: Wo finde ich das, was ich will?

Und das ist das eigentlich schwierige an der Aufgabe. Daher, fangt früh genug an! Spätestens einen Monat, nachdem ihr in Japan angekommen seid. Dann habt ihr euch eingelebt und könnt neben der Uni auf Suche gehen. Ihr werdet die Zeit brauchen, denn es wird Absagen geben!
Suchen könnt ihr am besten auf Kopra.org
Das ist eine Seite, die speziell dafür da ist, Praktikumsplätze im Südost-asiatischen Raum zu vergeben. Nutzt vor allem auch die Option, euch dort ein Profil zu machen und euch als Praktikumssuchender zu registrieren. So habe ich mein Praktikum bekommen (aber dazu in einem anderen Eintrag später mehr)
Die größten Chancen habt ihr bei deutschen Firmen, die in Japan eine Auslandsdivision haben. Beispiele wären: Bosch, Schenker, Volkswagen, Audi, Mercedes, das deutsche Tourismusbüro, Goethe-Institut, Triumpf aber auch Firmen wie Mitsubishi nehmen gern Praktikanten.

Der Bewerbungsprozess.

Habt ihr eine Firma gefunden, die Praktikanten einstellt, folgt die Bewerbung. Bereitet also vorher, am besten schon in Deutschland einen Lebenslauf und ein Anschreiben vor. Scannt außerdem Zeugnisse, Academic Transkript und Passfoto ein und nehmt alles mit. Zusätzlich zu den Dokumenten, die ihr der Uni wegen braucht (z.B. dass ihr ein Pflichtpraktikum machen müsst). Lebenslauf und Anschreiben sollten auf Englisch sein - gutem englisch. Lasst es am besten von einem Muttersprachler überprüfen. Außerdem könnt ihr während eurer Unizeit die Möglichkeit nutzen und ein japanisches Anschreiben schreiben. Ihr habt schließlich genug Japaner um euch, die es für euch kontrollieren können. Und bei der einen oder anderen Firma werdet ihr es brauchen.

Das Interview:

Nach erfolgreicher Bewerbung bekommt ihr hoffentlich die Einladung zu einem Interview. Kaum jemand wird ohne eingestellt. Zu 90 % wird dieses Interview telefonisch geführt werden. Daher... legt euch zu Beginn des Auslandsjahres eine japanische Telefonnummer zu! Sehr wichtig! Man kann es auch via Skype machen, aber manchmal wollen das die Firmen nicht (sicherheitsbedingt). Außerdem braucht ihr für gefühlt alles eine Telefonnummer. Monatsticket, Kontoeröffnung etc etc.
Bereitet euch auf das Interview vor, recherchiert über die Firma und die Abteilung. Legt euch auch Fragen zurecht, zB was eure Aufgaben sein werden. Das Interview wird wahrscheinlich auf Englisch sein, aber es ist sinnvoll sich auch auf eine mögliche japanische Konversation vorzubereiten. Manchmal wollen sie euer Japanisch Level damit testen ^^

Zu guter Letzt: Die Zusage (oder Absage)
Bei Zusage - freuen! Ihr habt es geschafft.
Bei Absage: nicht aufgeben! fast jeder kassiert mindestens eine Absage, meistens bedeutend mehr. Das muss nicht an euch liegen, also nicht den Mut verlieren. Wenn ihr keine Nachricht erhaltet, ist es durchaus erlaubt nach einer Woche bei der Firma nachzufragen. Macht nicht den Fehler und wartet ewig (und meistens vergeblich) auf eine Zusage - werdet aktiv!


So, das mal als grober Überblick. Fragen gerne an mich. Auch wenn ihr eigene Erfahrungen habt! Als nächstes folgt ein Beitrag zu meiner persönlichen Praktikumssuche... die alles andere als beispielhaft ist ^^ daher in einem separaten Beitrag.

Dienstag, 19. Mai 2015

Hokkaido Teil 3

Am letzten Tag ging gegen frühen Abend unser Flug, also war kein großer Ausflug mehr geplant. Ein paar von uns haben nach dem Essen beschlossen, zum Sapporo Bier Museum zu fahren. Ich wollte lieber nochmal über das Snowfestival gehen und die restlichen Figuren anschauen.

Bei Tageslicht ist natürlich der Effekt diverser cooler Beleuchtungen und Lichtshows weg, aber man sieht dafür alle Details der Figuren umso besser. Und wir stellten fest, wieviel wir eigentlich wirklich verpasst hatten... nämlich 90 % des ganzen Festes XD

Also haben wir in der bitteren Kälte noch einen Grundgang über das ganze Fest gemacht, alle Figuren bewundert und fotografiert, einen Maiskolben gegessen und das schöne Wetter genossen.

Ein paar Shows liefen auch den Nachmittag, da es der letzte Tag war und wir konnten noch ein paar Feestyle Ski Wettbewerbe anschauen.

Da der Weg zum Flughafen etwas weiter war, mussten wir dann auch bald wieder los, aber es war trotz allem ein schöner Abschluss des Miniurlaubs.

Daher hier... nochmal Bilderspam ^_^







CupNoodle-Man


Montag, 18. Mai 2015

Hokkaido Teil 2

Nach einiger Verspätung (waren doch nur 3 Monate) hier dann der Rest des Reiseberichts zu Hokkaido und dem Yuki-Matsuri.
verschneite Straßen in Noboribetsu

An Tag 2 hatten wir uns entschieden nach "Hell Valley" zu fahren. Es war immer noch verdammt kalt, als wir viel zu früh morgens aus dem Haus gegangen sind, aber dann musste man sich warme Gedanken machen :)

Mit dem Bus ging es nach Noboribetsu und dann mit dem Bus weiter rauf zu den Touristenattraktionen. Dort war es auch noch einmal kälter als in Sapporo *bibber*
Der erste Weg führte uns zum Touricenter um dann festzustellen, dass der Bärenpark nicht geöffnet war :(

Es gibt dort wirklich einiges zu sehen. Angefangen von einem Ninjadorf über den Bärenpark, Onsen, das Jigokudani (Hell Valley), Schreine etc etc. Auch traditionelle Ryokans stehen zur Übernachtung bereit. Im Sommer ist da sicher einiges los, im Winter hielt es sich in Grenzen, was vielleicht an der Kälte lag (ja ich kann nicht oft genug erwähnen, wie verdammt kalt es doch war!!)



















Also kein Bärenpark für uns. Wir sind danach dann durch die Einkaufstraße, in der man Massen an Geld für Souveniers ausgeben kann, zum eigentlichen Valley hinaufgestiegen.
Den Namen hat das Tal vor allem daher, dass es dorch offene Schwefelstellen gibt, aus denen unangenehmer Geruch und gelber Dampf aufsteigt. Sieht schon alles sehr Marslandschaftlich dort aus.
Gelohnt hat es sich allemal.

Danach haben wir und noch ein Eis gegönnt gehabt und waren einkaufen, bevor es wieder zurück ging.

Durch einen Schneesturm hatte unser Bus dann Verspätung, gar nicht so cool spät abends irgendwo in Hokkaido zu stehen, ohne zu wissen wann und ob der Bus überhaupt noch fährt XD

Aber er kam dann irgendwann und nass und verfrohren sind wir dann auch wieder in unsere Herberge zurück gekehrt.


verschneites Bibi beim Warten auf den verspäteten Bus

Donnerstag, 12. Februar 2015

Hokkaido Teil 1

Da ich jetzt frei von der Uni hab und mein Praktikum bei VW erst am 01. März startet, habe ich etwas Zeit um mal was von Japan zu sehen. Und da in Sapporo grad das Yuki Matsuri ist, haben ich und ein paar Freunde beschlossen, für 3 Tage nach Hokkaido zu fliegen und mal was anderes von Japan zu sehen als Tokyo. Und um noch ein bisschen Winter zu haben :)

Also ging es morgens früh um halb 6 los zum Zug, um damit zum Flughafen nach Narita zu fahren. An dieser Stelle sei nochmal erwähnt... warum nennt sich der Flughafen Tokyo Narita, wenn man da 1,5 Stunden hin braucht?!?!?! :(
Der Flug war bezahlbar mit knapp 200 Euro hin und zurück aber ein super günstiger Urlaub war es wahrhaftig nicht. Aber dazu am Ende des Berichtes mehr. Der Landanflug auf Sapporo war übrigens das schlimmste Flugerlebnis bisher. Mag auch daran gelegen haben, dass ich nichts gegessen hatte aber mir war bei dem 15-minütigem Geschwanke der Maschine so flau im Magen geworden... nicht schön. Es war sehr windig übrigens... deshalb wahrscheinlich die Turbulenzen.

In Sapporo angekommen war es... bitterkalt! Also ich glaub mir war noch nie so kalt in meinem Leben. Es war zwar nur -8 Grad aber durch den starken Wind waren es gefühlte -15 Grad. Und da es in Tokyo keinen richtigen Winter gibt, hatte ich auch keine super dicken Wintersachen dabei *immer noch bibber*

Für die drei Tage hatten wir uns zwei Übernachtungen in dem Haus eines Ehepaars gemietet. Das Haus war riesig und insgesamt waren über 20 Leute dort eingemietet. Da Yuki Matsuri war, war es sehr teuer für das, was einem geboten wurde (8000 Yen pro Nacht pro Person für ein Futon auf dem Boden und Frühstück/Küchenmitbenutzung) aber die Besitzer des Hauses waren super nett und es war alles in allem das Geld wert :)

Auf einen Tipp des Hausbesitzers hin sind wir dann nach dem Einchecken in den Zug gestiegen und zur Shiroi Koibito (白い恋人) Schokoladen Fabrik gefahren. Und das hat sich richtig gelohnt. Für 600 Yen Eintritt kann man sich die Fabrik anschauen. Man kann den Arbeitern beim Herstellen der Schokolade zusehen und hat ein Spielzeugmuseum (fragt mich nicht, was das mit Schokolade zu tun hat) zum besichtigen. Außerdem war der Park abends wunderschön beleuchtet (und irgendwie immer noch im Weihnachtstaumel stecken geblieben).


Weihnachtsbeleuchtung im Shiroi Koibito Park
Ich hab dann schonmal meine Hochzeitstorte gefunden :D




Durchgefrohren und satt von Parfait und Eisbecher sind wir dann noch zum Yuki Matsuri gefahren. Das Yuki Matsuri oder auch Schneefestival ist weltweit berühmt. Unglaublich talentierte Menschen bauen in einem Park in Sapporo riesige Skulpturen aus Eis und Schnee, die man teilweise begehen kann und auf denen Shows stattfinden. Abends sind die Werke wunderschön beleuchtet und wirklich sehenswert! Wenn ihr Anfang Februar in Japan seid, versucht unbedingt einen Ausflug nach Sapporo zu diesem Festival einzuplanen, denn sowas sieht man wirklich nicht alle Tage!

(Bilderspam :D)

Kurze Röcke bei -15 Grad... die spinnen doch, die Japanischen Mädchen :D
Aber der Eispalast im Hintergrund ist doch schön ^_^

 






Für die Star Wars Fans unter euch - sogar mit Lightshow und Musik ^_^


Wir haben an dem ersten Tag allerdings durch die Kälte, die abends wirklich beißend wurde, kaum die Hälfte des Yuki Matsuri sehen können. Durchgefroren sind wir gegen 10 Uhr wieder in unsere Herberge gefahren. Nach einer heißen Dusche und Pläne-schmieden für den 2. Tag, ging es dann recht früh ins Bett/Futon :D

(Teil 2 folgt...)

Sonntag, 8. Februar 2015

Pokemon everywhere!

Ich bin seit meiner Kindheit ein großer Pokemon-Fan :D
Ich glaube ich hab im Alter von 10-12 Jahren mehr Zeit vor meinem Gameboy verbracht, als mit meiner Familie @.@

Jetzt im Ursprungsland des Pokemon-Booms zu wohnen ist genial! Denn zu meinem Glück kamen letztes Jahr im November auch noch zwei neue Spiele raus, die Remakes von Pokemon Saphir und Rubin - Alpha Saphier und Omega Rubin.


Und endlich konnte ich die ganzen speziellen Events, die mit so einer Pokemonveröffentlichung hier in Japan verbunden sind, mitnehmen! Zum einen war des diesmal die Eröffnung des neuen PokemonCenters "Pokemon Center Mega Tokyo" in Ikebukuro und zum anderen die Eröffnung des temopären PokemonCafes in Shibuya.

meine PokemonCenter-Shopping Ausbeute








Mit dem PokemonCenter hatte ich großes Glück, denn ich wohne nur 5 Minutes von Ikebukuro entfernt und konnte daher direkt am Eröffnungswochenende hin und die ganzen tollen specialgoods abgreifen, die es nur zur Eröffnung hab :D Ich hab natürlich auch viel zu viel Geld ausgegeben aber egal, once in a lifetime and so XD






Und letztens hab ich es auch geschafft, in das PokemonCafe zu gehen. Mit einem japanischen Freund zusammen war ich recht früh da (gegen 1 Uhr) und trotzdem hatten wir eine Wartezeit von 6 Stunden. Das Cafe ist wirklich klein und anscheinend wirklich beliebt ;) Wir vertrieben uns die Wartezeit in Shibuya mit shoppen und einem Besuch im Katzencafe und bekamen nach ca. 3 Stunden eine Mail, dass wir bald ins Cafe dürften. Allerdings dauerte es dann doch noch weitere 90 Minuten, bis unsere Nummer an der Reihe war.






Wir durften mit Pikachu Mearch ein Bild machen und dann auf unser vorher bestelltes Essen/Trinken warten. Es war schon teuer aber auch sehr lecker :D Danach wurde noch etwas im Laden nebenan eingekauft, wo es auch wieder zum Special passende Sachen gab... so viel Exclusiv-krams... also wenn ich mal Geld brauch, kann ich damit glaube ich einiges machen XD
Vor allem weil es diese Sachen außerhalb von Japan nie geben wird.








 Sogar bei vielen Dingen im Pokemon Center steht, dass die Sachen nur für den Verkauf in Japan bestimmt sind :O



Wenn ihr in Japan seid und Pokemon mögt, geht auf jeden Fall nach Ikebukuro - Sunshine City ins Pokemon Center! Ein Traum :D








Dienstag, 3. Februar 2015

Setsubun im Gokoku-ji

Es ist schon wieder viel zu lange her, ich weiß. Zumindest kann ich mich diesmal rausreden, weil ich Prüfungen hatte und so :P


Aber da ich jetzt den Monat frei habe, wieder mehr Berichte, versprochen!!

Heute nach unserer letzten Prüfung waren wir zum Gokoku-ji, Setsubun feiern.
Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie traditionell Japan doch ist im Gegensatz zu Deutschland. So viele Feiern und Zeremonien - einfach toll!




Und obwohl wir dachten, dass es nur um einfaches "sich-mit-Bohnen-bewerfen" ging, lagen wir sooooo falsch. Schon auf dem Weg zum Tempel (der übrigens ganz in der Nähe des Ochanomizu-Campus liegt) haben wir Trommeln gehört und als wir auf dem Platz vor dem Hauptgebäude ankamen, war schon eine Truppe japanischer Trommler/innen am musizieren. Sowas muss man wirklich mal live gesehen haben! Unbeschreiblich auch mit wieviel Lebensfreude die aufgetreten sind!



Danach traten noch zwei Sängerinnen und ein Sänger auf und dann begann auch schon der zeremonielle Teil. Die Prister des Tempels und wichtige Persönlichkeiten Japans (z.B. unter anderem Sumoringer und Sänger, die von den Anwesenden bejubelt wurden - ich muss zugeben, ich (er-)kannte niemanden) kamen über einen Steg durch die Menge und versammelten sich im Tempel. Von draußen konnte man dann der Zeremonie lauschen, die im Tempel abgehalten wurde.




Bei diesem Fest geht es um das Feiern des Frühlingsanfangs, des neuen Jahres und das vertreiben der alten Dämonen und Geister. Vielleicht ein bisschen so wie Karneval bei uns (nur ohne Alkoholleichen etc....). Die Tradition ist glaube ich ähnlich.





Nach der Zeremonie kamen die Berühmtheiten wieder heraus und haben vor allem zur Freude der vielen Kinder (ganze Kindergärten kamen, um an dem Spektakel teilzunehmen) kleine Päckchen mit gerösteten Sojabohnen in die Menge geworfen.

Anschließend haben viele gleich vor Ort die übliche Anzahl (das eigene Alter+1) verspeist :) Der Rest wurde mit nach Hause genommen.



Es war schön nach dem ganzen Prüfungsstress endlich mal wieder Japan genießen zu können.